OGcon
Ratgeber
13. November 2025

Podcast erstellen mit KI: von der Idee zum Launch

Ein Custom GPT und der AI Jingle Maker. Das ist die kurze Antwort, wenn du 2025 einen Podcast mit KI erstellen willst, ohne dabei jede Woche neu zu prompten. Klingt nach viel Technik? Ist es nicht. [Tom Kaules](/speaker/tom-kaules) zeigt in seiner aktualisierten Neuauflage, wie das eine Tool das komplette Social-Media-Paket aus dem Episoden-Transkript zieht und das andere Sprachspur, Musik und Sound-Effekt in Minuten zum fertigen Intro zusammenbaut – diesmal am Beispiel eines fiktiven Münchner Immobilienmaklers statt an seinem eigenen Podcast. Jetzt mal Hand aufs Herz: Das ist doch kein Hexenwerk, oder?

Podcast erstellen mit KI – Custom GPTs und AI Jingle Maker im Einsatz am Laptop

Was 2025 neu ist: der Prozess bleibt, die Tools werden schlanker

Den kompletten Weg von der Themenfindung über Avatar, Namen, Redaktionsplan und Skript bis zur aufgenommenen Episode – den hat Tom Kaules schon 2024 gezeigt. Steht ausführlich im Schwesterartikel Podcast mit KI erstellen: Vom Konzept zum Launch. Und zwar bleibt dieser Prozess auch 2025 fast unverändert: ChatGPT als Podcast-Coach, der Hörer-Avatar mit Namen, der Redaktionsplan für die ersten 30 Episoden – daran rüttelt Kaules nicht. Neu ist nur das Beispiel: Peter Müller, Immobilienmakler in München mit 20 Jahren Erfahrung, diesmal fiktiv, statt wie 2024 sein eigener Podcast.

Was den Vortrag wirklich vom Vorjahr unterscheidet: zwei neue Werkzeuge, die den Aufwand noch mal spürbar senken. Ein Custom GPT für das Social-Media-Paket. Der AI Jingle Maker fürs Intro. Bitteschön – genau darum geht's in diesem Artikel.

Der AI Jingle Maker: Intro und Outro ohne eigene Musikproduktion

Für den Jingle – also die kurze musikalische Erkennungsmelodie zu Intro und Outro – hat Kaules ein eigenes Tool im Gepäck: den AI Jingle Maker, erreichbar über podcastmeisterschule.com/aijinglemaker. Und zwar ganz einfach: Den zuvor per ChatGPT geschriebenen Intro-Text hineinlegen, dann entweder von einer KI-Stimme vorlesen lassen oder selbst per Text-to-Speech einsprechen – Betonung und Tempo gibt man vor, den Rest übernimmt die KI. Ein Short Jingle kostet einen Credit, ein Long Promo zwei, ein Credit entspricht etwa einem Dollar.

Danach eine Musik-Kategorie wählen – Groovy, Epic, Disco –, dazu Intro-Sound, Hintergrund-Loop und Outro, optional noch ein Hall-Effekt drüber, und dann auf "Generate Jingle" klicken. Fertig. Wenige Sekunden, und zwar entsteht daraus ein fertig gemischter Jingle aus Sprachspur, Musik und Sound-Effekt – keine eigene Musikproduktion, keine Lizenzfragen bei der Hintergrundmusik. Wie gesagt, muss beim ersten Versuch nicht perfekt klingen. Darum geht's Kaules im Vortrag auch gar nicht. Ihm geht's ums Prinzip.

Praxis-Hinweis von Kaules: Über seinen eigenen Link zum AI Jingle Maker gibt es zehn Credits extra dazu, ohne Mehrkosten. Wer die eigene Stimme lieber selbst einspricht, kann das ebenfalls im Tool aufnehmen oder eine vorhandene Audiodatei hochladen – der Rest der Vertonung läuft dann identisch.

AI Jingle Maker baut Podcast-Intro aus Sprachspur, Hintergrundmusik und Sound-Effekt zusammen

Custom GPT: das komplette Social-Media-Paket ohne eigenes Prompten

Der zweite große Unterschied zu 2024: Custom GPTs. Das heißt, vorkonfigurierte ChatGPT-Versionen mit fest hinterlegten Prompts. Kaules zeigt dafür sein eigenes: "Podcasting mit KI – Social-Media-Postings erstellen". Und zwar ist der entscheidende Unterschied zum normalen Prompten simpel: In einem Custom GPT muss man selbst gar nicht mehr prompten. Die Anweisungen stecken schon drin. Man klickt nur noch einen von vier vorgegebenen Conversation-Startern an – "Bitte Schwerpunkt auf Instagram legen" oder "Bitte Schwerpunkt auf LinkedIn legen", je nachdem, wo sich der eigene Avatar hauptsächlich aufhält.

Transkript hochladen, fertig. Das Custom GPT liefert auf einen Schlag: sechs Social-Media-Postings mit je fünf Sätzen, eine LinkedIn-Umfrage zur Pain-Point-Recherche im eigenen Publikum, drei bis vier Engagement-Fragen im "This or that"-Format und eine Episoden-Zusammenfassung in drei Absätzen. Und auf Nachfrage, wie gesagt, legt das Tool noch SEO-Keywords obendrauf – sortiert nach Haupt-, Finanzierungs-, Standort- und Zielgruppen-Keywords.

  • Warum genau sechs Postings: Die Woche hat sieben Tage – sechs Postings bewerben die aktuelle Episode aus unterschiedlichen Blickwinkeln, am siebten Tag erscheint die nächste Folge.
  • Die LinkedIn-Umfrage als Recherche-Tool: Klickzahlen auf die Antwortoptionen zeigen laut Kaules direkt, welcher Schmerzpunkt beim eigenen Publikum am stärksten wiegt – wertvoller Input für künftige Episoden.
  • SEO-Keywords auf Zuruf: Das Custom GPT fragt von sich aus nach, ob die passenden Keywords für die Postings noch ergänzt werden sollen.
Custom GPT erstellt automatisch sechs Social-Media-Postings aus einem Podcast-Transkript

Was ein Custom GPT konkret bringt gegenüber normalem Prompten

Was unterscheidet einen normalen ChatGPT-Chat eigentlich von einem Custom GPT? Im Kern: die Wiederholung. Beim normalen Prompten müssen Rolle, Kontext und Struktur jedes Mal neu formuliert werden – genau das macht Kaules im restlichen Vortrag Schritt für Schritt vor, von "Du bist jetzt der erfolgreichste Podcast-Coach der Welt" bis zum Skript-Prompt. Ein Custom GPT hat das alles schon fest hinterlegt. Kein zweites Mal schreiben. Nur noch das Material hochladen – hier das Episoden-Transkript – und einen Startpunkt wählen.

Für wiederkehrende Aufgaben wie das wöchentliche Social-Media-Paket ist das laut Kaules ein klarer Zeitgewinn. Kein langer Prompt jede Woche neu. Ein Klick auf den passenden Conversation-Starter, Transkript rein, fertig. Und zwar bleibt die eigentliche inhaltliche Arbeit – Thema, Avatar, Aufnahme, Schnitt – davon völlig unberührt, ausführlich beschrieben im Schwesterartikel zum Grundprozess.

Ganz ehrlich, Kaules' Fazit zum technischen Aufwand: kein Hexenwerk. Reine Disziplin, nach dem einmaligen Setup. Redaktionsplan durchgehen. Skript generieren. Episode aufnehmen. Custom GPT für Social Media anstoßen. Mehr braucht's nicht. Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

Custom GPT erstellt automatisch sechs Social-Media-Postings aus einem Podcast-Transkript

Häufige Fragen

Was ist ein Custom GPT beim Podcast-Erstellen mit KI?+

Ein Custom GPT ist eine vorkonfigurierte ChatGPT-Version mit fest hinterlegten Prompts. Statt jedes Mal selbst zu prompten, klickt man einen vorgegebenen Startpunkt an und lädt das benötigte Material hoch – bei Tom Kaules' Beispiel das Episoden-Transkript, aus dem automatisch Social-Media-Postings entstehen.

Was ist der AI Jingle Maker?+

Der AI Jingle Maker ist ein Online-Tool, mit dem sich Podcast-Intros und -Outros aus Sprachspur, Hintergrundmusik und Sound-Effekten zusammenmischen lassen – wahlweise mit KI-Stimme oder eigener, eingesprochener Stimme. Ein kurzer Jingle kostet einen Credit, ein längerer zwei Credits.

Was ist 2025 beim Podcast-Erstellen mit KI neu gegenüber 2024?+

Der Grundprozess – Thema, Avatar, Name, Redaktionsplan, Skript, Aufnahme – ist bei Tom Kaules gegenüber 2024 fast identisch geblieben. Neu sind zwei Werkzeuge: ein Custom GPT, das automatisch das komplette Social-Media-Paket aus dem Episoden-Transkript erstellt, und der AI Jingle Maker für die schnelle Intro-Vertonung.

Wie viele Social-Media-Postings erstellt das Custom GPT pro Episode?+

Sechs Postings mit je etwa fünf Sätzen, dazu eine LinkedIn-Umfrage, mehrere Engagement-Fragen im 'This or that'-Format, eine dreiteilige Episoden-Zusammenfassung sowie auf Nachfrage passende SEO-Keywords.

Muss ich selbst prompten, wenn ich ein Custom GPT nutze?+

Nein, das ist genau der Vorteil: Die nötigen Anweisungen sind im Custom GPT bereits hinterlegt. Man wählt nur einen vorgegebenen Conversation-Starter aus und lädt das relevante Material hoch, statt jedes Mal einen eigenen Prompt zu formulieren.

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