WhatsApp-Marketing: der direkteste Kanal zu Kunden
Eine Gelddruckmaschine. Ganz ehrlich, ja, so nennt [Matze Brandmüller](/speaker/matze-brandmueller) das Ding selbst, und er meint damit WhatsApp-Marketing, also einen eigenen WhatsApp-Marketing-Kanal, den man sich aufbaut und der eben nichts mit dem privaten Profil zu tun hat und auch nichts mit WhatsApp Business, sondern über eine externe Software läuft – über Links, über QR-Codes, über Werbeanzeigen holt man sich darüber automatisiert Leads rein, und was danach passiert, die Antworten, die Abfragen, das ganze Drumherum, das läuft mit ManyChat und wenn man will mit KI komplett automatisiert, quasi von allein, während man selber Kaffee trinkt.

Was WhatsApp-Marketing-Kanäle von privaten Chats unterscheidet
Ja, also, ganz wichtig gleich am Anfang, und das übersehen wirklich ganz, ganz viele: Ein privates WhatsApp-Profil kennt jeder, ein WhatsApp-Business-Profil kennen mittlerweile auch schon viele, aber ein WhatsApp-Marketing-Kanal, das ist noch mal was ganz anderes, und Brandmüller erzählt dazu auf der OGcon, dass genau solche Kanäle bisher eigentlich nur den ganz Großen vorbehalten waren, Edeka, Rewe, Aldi, du kennst das, QR-Code in der Filiale, einmal abonniert und schon kam sonntags automatisch das Prospekt aufs Handy. Neu ist jetzt, sagt er, dass das eben nicht mehr nur den Großen gehört, sondern jedem Business offensteht, wirklich jedem.
Und der Unterschied dahinter, rein technisch, ist eigentlich ganz einfach: Man baut den Kanal nicht in der WhatsApp-App selbst und steuert ihn auch nicht vom Smartphone aus, sondern über eine externe Software – und genau das macht die ganzen Automatisierungen erst möglich, um die es hier jetzt geht.
Wie Leadgenerierung über WhatsApp-Marketing funktioniert
Es gibt, sagt Brandmüller, im Kern drei Wege, so einen automatisierten Prozess überhaupt loszutreten, und zwar einen WhatsApp-Link, oder einen QR-Code, hinter dem im Prinzip derselbe Link steckt, oder eben eine Werbeanzeige auf Instagram beziehungsweise Facebook mit einem WhatsApp-Button dran – und in allen drei Fällen passiert dasselbe, nämlich dass sich beim Klick oder beim Scan sofort WhatsApp öffnet, mit einem Text, der schon fertig in der Box steht, und der Interessent muss eigentlich nur noch absenden. Und schwupps, läuft der ganze Prozess von allein.
- Link oder QR-Code: Öffnet WhatsApp mit vordefiniertem Text; nach dem Absenden startet automatisch der hinterlegte Prozess, zum Beispiel ein Video oder eine Abfrage.
- Werbeanzeige mit WhatsApp-Button: Läuft über Meta (Instagram/Facebook), da WhatsApp zu Meta gehört – ein Klick auf den Button startet direkt den WhatsApp-Prozess.
- Datenabfrage im Ablauf: Buttons, E-Mail-Abfragen oder kurze Umfragen lassen sich einbauen; erfasste E-Mail-Adressen können an gängige E-Mail-Marketing-Anbieter übergeben werden.
Und warum das Ganze so wahnsinnig gut funktioniert, ist eigentlich auch klar, wenn man mal drüber nachdenkt: Die Öffnungsraten bei WhatsApp liegen nach seiner Erfahrung meilenweit über denen von E-Mail-Marketing, wirklich fast alles wird geöffnet, wirklich fast alles wird gelesen, weil WhatsApp einfach so direkt ist, so persönlich, ganz anders als eine E-Mail, die irgendwo im Postfach untergeht. Wer wissen will, wie sich Leadgenerierung insgesamt mit KI-gestützten Kanälen kombinieren lässt, findet einen breiteren Einstieg im Themenschwerpunkt KI im Marketing.

ManyChat als Werkzeug: Prozesse ohne Programmierung bauen
Für die technische Umsetzung, also fürs eigentliche Bauen, nutzt Brandmüller die Software ManyChat, die nach eigener Aussage weltweit größte Software für Messenger-Marketing überhaupt, und er ist da auch nicht ganz unbeteiligt, sozusagen, denn er ist Educator- und Agency-Partner und Ambassador für Deutschland, und er sagt, man kann sich ManyChat am besten vorstellen wie ein zweites Smartphone: Man tippt nicht mehr in der WhatsApp-App selbst, sondern baut den ganzen Ablauf visuell in ManyChat zusammen, per Drag-and-drop, ohne dass man auch nur eine Zeile programmieren müsste.
Und die Bausteine dafür, ganz bewusst einfach gehalten, sind ein Video-Element, ein Grafik-Element, ein Textbox-Element für Freitext, ein Button-Element, ein Download-Element für PDFs, und dann noch ein Wartezeit-Element, mit dem man Folgenachrichten zeitlich versetzt raushauen kann, und ein Tag-Element, mit dem man Interessenten je nach Klickverhalten markiert und später gezielt weiterbearbeitet – und obendrauf kommt dann noch ein KI- beziehungsweise ChatGPT-Element, das sich, sagt Brandmüller, mit einem einzigen Klick mit dem Kanal verbinden lässt. Ein Klick, fertig.
Und das ist wirklich der Kernpunkt an der ganzen Sache: Man hinterlegt der KI Informationen zum eigenen Business, wie lange es das schon gibt, welche Produkte, wie sie antworten soll, und dann beantwortet sie ganz automatisch, rund um die Uhr, direkt in WhatsApp die Fragen der Interessenten. Rund um die Uhr, während man selber schläft.
Datenschutz und ein Praxisbeispiel aus dem Vortrag
Und einen Punkt hebt Brandmüller in seinem Vortrag wirklich ausdrücklich hervor, und zwar den Datenschutz: Wenn man WhatsApp-Marketing-Kanäle über ManyChat betreibt, dann liegen die Daten, sagt er, in Europa, und das ist eben der Unterschied zum privaten Profil oder zu WhatsApp Business, wo die Daten in den USA verarbeitet werden. Für Marketingzwecke sei dieser Weg über einen eigenen, dedizierten Marketing-Kanal deshalb die einzige Möglichkeit, WhatsApp wirklich datenschutzkonform einzusetzen, so Brandmüller.
Krass, was die Zahlen dazu hergeben, ehrlich. Als Praxisbeispiel nennt er eine eigene Einladung zu einem kostenlosen Workshop, und da kamen von 110 versendeten Nachrichten 109 an, 82 wurden gelesen, 79 geklickt, und bei der finalen Erinnerung kurz vor Start waren es dann sogar 95 Prozent Lesequote und 84 Prozent Klickquote. Und mit genau diesem einen Workshop, sagt Brandmüller, habe er über 37.000 Euro Umsatz gemacht, und rechnet man die letzten Monate zusammen, kommt er beim WhatsApp-Marketing-Umsatz seines eigenen Business auf über 177.000 Euro – eine Gelddruckmaschine eben, auch wenn solche Zahlen natürlich individuell sind und sich nicht einfach so auf jedes andere Business übertragen lassen.
Womit anfangen: die ersten Schritte
Wer das jetzt ausprobieren will, braucht laut Brandmüller eigentlich nur drei Dinge, und zwar in genau dieser Reihenfolge: erstens den eigenen WhatsApp-Marketing-Kanal einrichten, zweitens einen ganz einfachen automatisierten Ablauf bauen, ein Freebie gegen eine kurze Aktion zum Beispiel, mit den Elementen von oben, und drittens den Prozess dann über Link, QR-Code oder Anzeige veröffentlichen und testen. Klein anfangen. Ein Element nach dem anderen, nicht gleich das ganz große System im Kopf, das überfordert nur.
Wie sich WhatsApp-Marketing in eine größere Weiterbildungs-Roadmap rund um KI und Marketing einordnet, zeigt die KI-Weiterbildung der OGcon.

Häufige Fragen
Was ist WhatsApp-Marketing?+
WhatsApp-Marketing nutzt einen eigenständigen WhatsApp-Marketing-Kanal – getrennt vom privaten Profil und von WhatsApp Business –, um über Links, QR-Codes oder Werbeanzeigen automatisiert Leads zu generieren und mit ihnen zu kommunizieren, meist über eine externe Software wie ManyChat.
Wie unterscheidet sich ein WhatsApp-Marketing-Kanal von WhatsApp Business?+
WhatsApp Business lässt nur wenige Automatisierungen zu und wird über das Smartphone gesteuert. Ein WhatsApp-Marketing-Kanal wird dagegen über eine externe Software wie ManyChat erstellt und gesteuert, mit deutlich mehr Funktionen für automatisierte, mehrstufige Abläufe.
Wie generiert man Leads über WhatsApp-Marketing?+
Über einen WhatsApp-Link, einen QR-Code oder eine Werbeanzeige mit WhatsApp-Button auf Instagram oder Facebook. Beim Klick oder Scan öffnet sich WhatsApp mit vordefiniertem Text; nach dem Absenden startet automatisch der hinterlegte Prozess.
Welche Rolle spielt KI im WhatsApp-Marketing?+
KI-Tools wie ChatGPT lassen sich per Klick mit dem WhatsApp-Marketing-Kanal verbinden und mit Informationen zum eigenen Business hinterlegen. So beantwortet die KI Fragen von Interessenten automatisch und rund um die Uhr direkt in WhatsApp.
Ist WhatsApp-Marketing über einen Marketing-Kanal datenschutzkonform?+
Laut Matze Brandmüller ja, sofern der Kanal über einen Anbieter mit Datenverarbeitung in Europa – etwa ManyChat – betrieben wird. Das unterscheidet sich von privaten Profilen oder WhatsApp Business, bei denen Daten in den USA verarbeitet werden.
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