Prompten lernen: Warum die Eingabe entscheidet
Will ich mich mit diesem Kai-Kram wirklich beschäftigen? Will ich das wirklich lernen, in meinem Alter? Oder reicht's nicht auch so? So oder so ähnlich hat sich [Martin Sänger](/speaker/martin-saenger) das lange selbst gefragt – und die ehrliche Antwort, die er sich am Ende gegeben hat, war denkbar simpel: Es geht ums Prompten. Also darum, wie man die Eingabe formuliert. Denn, tatsächlich, wenn man Mist reinschmeißt, kommt auch Mist raus – shit in, shit out, wie er es nach seiner eigenen, ziemlich widerwilligen Reise auf den Punkt gebracht hat.

Vom Skeptiker zum Prompt-Lerner: eine ehrliche Geschichte
Martin Sänger, seit 1997 Unternehmer und seit 1992 im Vertrieb, war lange alles andere als KI-begeistert. Ganz unverblümt gesagt: Für ihn war klar, das geht vorbei, das ist so eine Sache wie damals, als Bill Gates das Internet für eine Randerscheinung hielt. Also hat er sich damit – Mensch, ganz ehrlich – erstmal überhaupt nicht befasst.
Und dann, auf seinen morgendlichen Spaziergängen mit seinem Dackel, seiner festen Denkzeit sozusagen, kam irgendwann diese Selbstbefragung: Ist das Bequemlichkeit? Ist das Sturheit? Oder hab ich's schlicht nicht verstanden? Er hat sich also ein KI-Tool gekauft, hat rumprobiert – und war, ganz im Ernst, super enttäuscht. Die Ergebnisse waren, na ja, doof gesagt: Durchschnitt.
So enttäuscht sogar, dass sein aktuelles Buch eine rote Banderole trägt: „Garantiert KI-frei geschrieben" – als Qualitätsversprechen, weil ihm die KI-Ergebnisse zu diesem Zeitpunkt schlicht zu doof waren.
Die Erkenntnis: shit in, shit out
Der Wendepunkt kam über ein Webinar bei einem alten Bekannten. Und die eine Erkenntnis, die er von dort mitgenommen hat und die tatsächlich hängengeblieben ist: shit in, shit out. Wer Mist in die KI reinschmeißt, also irgendwas Halbgares, nicht sauber Definiertes, kriegt eben auch Mist als Ergebnis zurück. Und blöderweise hatte er selbst vorher genau das gemacht – einfach nur „mache dies und jenes“ in ChatGPT getippt und sich dann gewundert, warum am Ende nur ein müder Durchschnitt aus allem rauskam, was die KI so finden konnte.
Ihm ist dabei ein Schalter im Kopf umgelegt: Es geht ums Prompten. Um die Eingabe, ganz einfach. Und je klarer die ist, desto eher kommt hinten ein Ergebnis raus, mit dem man tatsächlich was anfangen kann.
Wer selbst noch am Anfang steht, findet einen breiteren Einstieg in den Umgang mit KI-Werkzeugen im Überblick zu KI-Tools für Unternehmen.

Was gute Prompts von schlechten unterscheidet
Aus der ganzen Geschichte zieht Martin Sänger eine Vermutung, die ihn am Ende fast ein bisschen versöhnt hat: Vielleicht braucht's ja gerade menschliche Intelligenz, um die künstliche richtig zu füttern. Sprich, ein Mensch, der sich Gedanken macht und klar formuliert, was er will, bekommt auch ein kluges Ergebnis zurück. Und ein Mensch, der sich – so wie er selbst am Anfang – nicht wirklich mit der Sache befasst, kriegt eben nur Durchschnitt. Nicht mehr, nicht weniger.
- Sauber statt vage: Eine unklar formulierte Eingabe liefert ein unklares Ergebnis. Wer wirklich definiert, was er will, bekommt auch etwas, das dem näherkommt.
- Verstehen statt nur eintippen: Wer sich mit dem Thema befasst, kann besser einschätzen, was eine gute von einer schlechten KI-Antwort unterscheidet – und stellt entsprechend bessere Fragen.
- Ausprobieren statt einmal aufgeben: Der erste enttäuschende Versuch war für Martin Sänger nicht das Ende, sondern der Anlass, sich das Thema Prompten überhaupt erst richtig anzuschauen.
Warum sich das Lernen trotzdem lohnt
Heißt das jetzt, künftig macht die KI alles, und die eigene Expertise kann in Rente? Nein. Ganz im Gegenteil. Es geht darum, das Ding so bedienen zu können, dass tatsächlich der maximale Nutzen dabei rausspringt – und, siehe da, wer was Sauberes reingibt, kriegt auch was Sauberes raus.
Seine drei Lehren aus der ganzen Reise, kurz zusammengefasst: Höre nie auf, dich mit Neuem zu befassen. Durchdringe ein Thema so weit, dass dir niemand etwas vormachen kann. Und bleib neugierig.
Wer diesen Weg nicht allein gehen, sondern mit Praxisbeispielen anderer Unternehmer lernen will, wie man KI-Tools und Prompting sinnvoll im eigenen Business einsetzt, findet dafür die KI-Weiterbildung der OGcon.

Häufige Fragen
Warum ist Prompten lernen wichtig?+
Weil die Qualität der Eingabe die Qualität des KI-Ergebnisses bestimmt. Eine unklar formulierte Eingabe liefert ein unklares oder durchschnittliches Ergebnis – eine gut durchdachte Eingabe liefert ein deutlich besseres. Kurz: shit in, shit out.
Was ist der häufigste Anfängerfehler beim Prompten?+
Zu unspezifisch zu formulieren, etwa nur „mache dies und jenes“ einzugeben, statt klar zu definieren, was man eigentlich als Ergebnis erwartet. Das Resultat ist dann meist nur ein Durchschnitt aus dem, was die KI findet.
Muss ich technisch versiert sein, um gut zu prompten?+
Nein. Es geht nicht um technisches Fachwissen, sondern darum, sich mit dem eigenen Anliegen so weit zu befassen, dass man eine klare, gut durchdachte Eingabe formulieren kann.
Wie hat Martin Sänger seine Meinung zu KI geändert?+
Er war anfangs überzeugt, KI sei für sein Business irrelevant, und die ersten Ergebnisse mit einem KI-Tool enttäuschten ihn. Erst über ein Webinar erkannte er, dass es ums Prompten geht – seitdem nutzt er KI gezielt als Helferlein in seinem Business.
Wo kann ich Prompten für mein Unternehmen praxisnah lernen?+
Die OGcon zeigt in Praxisvorträgen, wie Unternehmer KI-Tools und Prompting konkret im eigenen Business einsetzen – Details dazu in der KI-Weiterbildung der OGcon.
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