Geschäftsmodelle, um mit KI Geld zu verdienen
Drei Wege gibt es, sonst ehrlicherweise keinen vierten: Wer mit KI Geld verdienen will, wird Berater, Coach oder Umsetzer – KI-Beratung, KI-Weiterbildung oder KI-Umsetzung als Dienstleister. Alle drei remote startbar, ganz ganz wichtig, ohne Vorprodukt, ohne dass du erst irgendwas bauen oder lagern müsstest. Der schnellste Weg von A bis B sozusagen. Was am Ende wirklich entscheidet, ist ohnehin nicht das Tool-Wissen, sondern – und das sage ich dir ganz ehrlich – ein systematischer Ansatz plus eine Nische, die du auch als solche benennen kannst, statt als Allrounder für alle und niemanden gleichzeitig da zu sein.

Drei Geschäftsmodelle, ein Markt
Seit 2022 vollzeit-selbstständig im KI-Markt. Das ist Wilsons Ausgangspunkt, und er ordnet die Lage von da aus bewusst groß ein: Wir stünden am Anfang einer "kommenden Welle", einer Zeitenwende, in der sich gerade jetzt – und wirklich nur jetzt, sagt er – ein Fenster für Selbständige öffnet. Diese Welle sollte man mitreiten, nicht verpassen. Sein Wissen dazu hat er auf der OGcon 2025 in drei Schritte gepackt, die aufeinander aufbauen: KI in der Tiefe meistern, damit ein relevantes Problem lösen, die Problemlösung monetarisieren. Und aus genau diesen drei Schritten, sagt Wilson, leiten sich drei Märkte ab: Beratung, Weiterbildung, Umsetzung.
Ein gemeinsamer Vorteil verbindet alle drei, ganz ganz entscheidend dabei: hundert Prozent remote, kein physisches Produkt, kein großes Startkapital. Eine Internetverbindung reicht. Mehr wirklich nicht, um direkt loszulegen und schnell zu monetarisieren. Der eigentliche Hebel liegt für Wilson ohnehin nie im einzelnen Tool – sondern, sagt er, eine Ebene höher, bei den Prozessen und der Strategie dahinter.
Modell 1: KI-Beratung
Über 70 Prozent. So viele KI-Projekte scheitern laut Wilsons Beobachtung – und zwar nicht an der Technik, sondern an fehlender strategischer Klarheit. Genau da setzt der KI-Berater an: Geschäftsführung dabei unterstützen, kluge Entscheidungen zu treffen, welche Anwendungsfälle sich überhaupt lohnen und wie Umsetzungskonzepte realistisch zu bewerten sind.
- Preisspanne: Einzelne strategische Workshops (zwei bis drei Stunden) verkaufen sich laut Wilson in einer Spanne von 4.000 bis 8.000 Euro, ganze Strategiereihen bis zu 16.000 Euro.
- Vorteil: Direkter Start ohne physisches Produkt, komplett remote durchführbar, schnelle Monetarisierung.
- Nachteil: Eine hohe Lernkurve, um wirklich ein guter Berater zu werden – und die Skalierung ist an die eigene Stundenzahl gekoppelt, außer über Mitarbeiter.

Modell 2: KI-Weiterbildung und Schulung
Seit Anfang 2025 verpflichtet der EU AI Act Unternehmen dazu, ihre Mitarbeitenden im Umgang mit KI-Modellen zu schulen. Ein Gesetz, ganz nüchtern, aber mit einer Folge, die Wilson wirklich groß findet: entsprechend hoch die Nachfrage nach Menschen, die genau diese Schulungen fundiert durchführen können. Als KI-Coach bringst du also ausgewählten Fachkräften bei, ihre Arbeit mit KI besser, schneller oder günstiger zu erledigen – und triffst damit, sag ich dir ganz ehrlich, gerade in einen sich öffnenden Markt hinein.
Wilsons Warnung an angehende KI-Coaches, ganz ehrlich: Wer selbst noch nie ein reales KI-Projekt für einen Kunden umgesetzt hat, sollte sich seiner Einschätzung nach auch nicht als Experte bezeichnen. Praxiserfahrung vor Titel.
- Preisspanne: Einzelne Workshops zwischen 1.000 und 4.000 Euro, ganze Workshop-Reihen bis zu 30.000 Euro – bei einer Workshop-Dauer von zwei bis drei Stunden.
- Vorteil: Direkter Start bei vorhandenem Expertenwissen, schnelle Monetarisierung, komplett remote.
- Nachteil: Auch hier ist die Skalierung an die eigene Zeit gebunden, sobald die Kapazität für weitere Schulungen erschöpft ist.
Modell 3: KI-Umsetzung als Dienstleister
Keine Programmierkenntnisse. Wirklich nicht, sagt Wilson, und meint das ganz konkret: Viele seiner Kunden in der von ihm geleiteten KI Pionierakademie setzen No-Code-Lösungen ein, ohne je eine Zeile Code geschrieben zu haben. Als KI-Dienstleister entwickelst du auf genau dieser Basis spezifische Lösungen für Kunden – Prompt-Systeme, oder KI-Automatisierung ganzer Prozesse.
Dein eigenes kleines Imperium, sozusagen – weil Automatisierung skalierbare Effizienz schafft, ist laut Wilson genau hier das Einkommenspotenzial am höchsten. Der Einstieg ist dafür allerdings etwas komplexer, das muss auch gesagt sein, weil die Automatisierung selbst ja erst gemeistert werden will, bevor sie sich verkaufen lässt.
- Preisspanne: Einzelne Prompt-Systeme verkauft Wilson eigenen Angaben zufolge zwischen 2.000 und 4.000 Euro, bei einer Entwicklungsdauer von ein bis zwölf Wochen.
- Vorteil: Höheres Einkommenspotenzial durch größeren Impact beim Kunden, eignet sich gut für ein Agenturmodell.
- Nachteil: Etwas höhere Einstiegshürde und ebenfalls nur über Mitarbeiter wirklich skalierbar.
Drei Prinzipien, die über Erfolg entscheiden
Ganz ganz entscheidend, sagt Wilson. Drei Prinzipien, neben den drei Geschäftsmodellen, die aus seiner Sicht über Erfolg oder Stillstand bestimmen – Dinge, die er sich zu Beginn seiner eigenen Selbstständigkeit gewünscht hätte, schon gewusst zu haben.
- 1KI mit System statt Trial-and-Error: Statt jedes Mal neu mit einem KI-Modell zu "chatten" (Conversational Prompting), setzt Wilson auf sogenannte Single-Shot-Prompts: ein einmal entwickelter, hochoptimierter Prompt mit Platzhaltern für individuelle Eingaben, der zuverlässig zum gewünschten Ergebnis führt. Diese Prompts entwickelt er nach eigener Aussage über zwei bis drei Wochen, teils mit 12 bis 18 Seiten Umfang.
- 2Nische statt Allrounder: Wilson beschreibt, wie er anfangs für jeden Kunden etwas komplett anderes gemacht hat – von juristischen Finanzdienstleistern bis zu Brandmarketing-Abteilungen – und dabei jedes Mal bei null anfing. Erst die Spezialisierung auf ein konkretes Problem für eine konkrete Zielgruppe (bei ihm: Prompting für Copywriting in Marketingagenturen) machte ihn zum gefragten Experten in seiner Nische.
- 3Exponenziere: nicht allein lernen: Der Austausch mit einer Gruppe Gleichgesinnter beschleunigt laut Wilson den Lernfortschritt spürbar gegenüber dem Alleine-Grübeln – weil unterschiedliche Branchenperspektiven zusammenkommen und sich Ideen gegenseitig befruchten.

Häufige Fragen
Wie kann ich mit KI Geld verdienen?+
Über drei Geschäftsmodelle: strategische KI-Beratung (Anwendungsfälle identifizieren, Umsetzungskonzepte bewerten), KI-Weiterbildung/Schulung (Fachkräfte im Umgang mit KI trainieren) oder KI-Umsetzung als Dienstleister (Prompt-Systeme und Automatisierung entwickeln). Alle drei lassen sich remote starten.
Brauche ich Programmierkenntnisse, um mit KI Geld zu verdienen?+
Nein, jedenfalls nicht für Beratung, Weiterbildung oder No-Code-Automatisierung. Nach Erfahrung von Garrit Wilson entwickeln viele erfolgreiche KI-Dienstleister Automatisierungslösungen über No-Code-Tools, ohne je programmiert zu haben.
Welches KI-Geschäftsmodell zahlt sich am schnellsten aus?+
KI-Beratung und KI-Weiterbildung lassen sich laut Wilson am schnellsten monetarisieren, weil kein technisches System erst entwickelt werden muss. KI-Umsetzung (Automatisierung) hat einen etwas komplexeren Einstieg, dafür ein höheres Einkommenspotenzial.
Warum ist eine Nische wichtig, um mit KI Geld zu verdienen?+
Wer für jeden Kunden bei null anfängt, baut keine wiederverwendbare Expertise auf. Eine klare Nische – eine Branche, ein Geschäftsbereich oder eine Technologie – macht dich schneller zum gefragten Experten und deine Lösungen skalierbar.
Was ist ein Single-Shot-Prompt?+
Ein einmal entwickelter, hochoptimierter Prompt mit Platzhaltern für individuelle Eingaben, der zuverlässig zu einem gewünschten Ergebnis führt – im Gegensatz zum unsystematischen Hin-und-her-Chatten mit einem KI-Modell, das laut Garrit Wilson nicht skaliert.
Sei bei der nächsten OGcon wieder dabei.
Trag dich in die Warteliste ein und erfahre als Erste:r, sobald die nächste OGcon startet.
Mit dem Eintragen willigst du ein, dass dich die Veranstalter der OGcon — Benno Siebern (MetaWelten) und Markus Habermehl (Pundamilia Marketing OÜ) — per E-Mail über die nächste Ausgabe informieren. Abmeldung jederzeit über den Link in jeder E-Mail. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.