Kundengewinnung mit KI: Webseite als Lead-Magnet
Ja, Kundengewinnung mit KI, darum geht's – und zwar nicht als Buzzword, sondern als Formular auf deiner Webseite, das die Eingaben eines Besuchers nimmt, an eine KI weiterreicht, die daraus einen individuellen Plan baut, als PDF, automatisch, in Sekunden, und der landet dann von ganz allein im Postfach. Kein 0815-Download mehr für alle. Check.

Warum individuelle Lead-Magnete besser wirken als Standard-PDFs
Ja, Sebastian Glöckner ist seit 2021 auf KI-Marketing spezialisiert, und er bringt auf der OGcon einen Befund mit, den er ziemlich einfach hält, obwohl er's nicht ist: Klassische Lead-Magnete – also PDF, Checkliste, jeder Besucher kriegt dasselbe – die werden seit Jahren auf die immer gleiche 0815-Art zusammengeschustert. Der Unterschied, den er zeigt: Personalisierung, und zwar bis auf die einzelne Person runter. Jeder beantwortet ein paar Fragen. Bekommt dann einen Plan, der wirklich passt – Name, Alter, Ziel, alles drin.
So, und der Effekt davon ist laut Glöckner extrem, wirklich krass extrem: Eine seiner Eintrageseiten, klassisches Kontaktformular, Eintragungsquote null. Die personalisierte Variante daneben, gleicher Traffic, wohlgemerkt derselbe Traffic – 44 Prozent. Check. Wie sich Personalisierung generell im Marketing einsetzen lässt, ordnet der Überblick zu KI im Marketing ein.
Der Workflow: Formular, KI-Plan, automatischer Versand
So, der komplette Ablauf – das sind bei Glöckner drei Werkzeuge, die er zusammensteckt wie Lego-Bausteine, Baustein eins auf Baustein zwei auf Baustein drei, und am Ende steht ein automatisierter Workflow: die Automatisierungssoftware Zapier, das E-Mail-Marketing-System Quentn, und dann noch die OpenAI-Schnittstelle hinter ChatGPT. Als Beispiel nimmt er einen Ernährungsplan, ausdrücklich nur zur Demonstration, er ist ja kein Ernährungsberater. Aber das Prinzip, das lässt sich übertragen – auf Finanzpläne, Buchempfehlungen, Sprachlernpfade, oder eben einen Trainingsplan für die Kampfsportschule um die Ecke.
- 1Formular auf der Webseite: Ein kurzes Google-Formular fragt wenige Angaben ab – bei Glöckners Beispiel E-Mail-Adresse, Ziel (abnehmen oder zunehmen), Gewicht, Alter und Name. Laut seiner Aussage war das Formular in fünf Minuten erstellt.
- 2Automatischer Trigger über Zapier: Jede neue Eintragung im Formular löst über Zapier automatisch eine Anfrage an die OpenAI-API aus – ohne dass jemand manuell etwas in ChatGPT eingeben muss, auch wenn gleichzeitig Dutzende oder Hunderte Personen das Formular ausfüllen.
- 3Individueller Prompt mit den Formular-Daten: Die Antworten aus dem Formular werden automatisch in einen vorbereiteten Prompt eingesetzt, der zusätzlich vorgibt, wie der Plan inhaltlich und formal aufgebaut sein soll – inklusive Formatierung der Überschriften, damit der Text im nächsten Schritt maschinenlesbar bleibt.
- 4Umwandlung in ein PDF: Der von der KI erzeugte Text wird automatisiert in ein PDF konvertiert und in einem Cloud-Ordner abgelegt.
- 5Import in Quentn inklusive Double-Opt-in: Der Kontakt landet DSGVO-konform in Quentn und durchläuft dort den gesetzlich vorgeschriebenen Double-Opt-in-Prozess: Erst nach Bestätigung der E-Mail-Adresse wird der Link zum individuellen PDF automatisch als E-Mail zugestellt.
Check: Der entscheidende Unterschied zu klassischer E-Mail-Automatisierung ist nicht das Double-Opt-in-Verfahren selbst, sondern dass der Download am Ende keine Vorlage ist, sondern in Echtzeit individuell von der KI erzeugt wird – bei jeder Eintragung neu und laut Glöckner nie zweimal identisch.

Was das für die Kundengewinnung bringt
Ja, und Glöckner nennt aus seiner Praxis drei Effekte, die direkt daraus folgen – mehr hochwertige Leads, weil die Eintragungsquote steigt, dann geringere Kosten pro Kontakt bei bezahlter Werbung, weil die Interaktionsrate besser wird, und ein Vertrauenseffekt obendrauf. Wer dich schon direkt anschreibt, hat eigentlich schon gekauft, sagt er dazu. Und tatsächlich: Interessenten, die von ihrem individuellen Plan beeindruckt sind, schreiben ihn nach seiner Erfahrung von sich aus an, fragen direkt nach dem Angebot – keine Verkaufsstrecke, kein Umweg, einfach so.
Also, das Prinzip hört beim einzelnen Lead-Magneten noch nicht auf. Individuelle Produktempfehlungen in E-Mails, auf Basis vom bisherigen Kundenverhalten, nennt Glöckner als weiteres Beispiel, genauso automatisch erstellte, SEO-optimierte Blogbeiträge aus einem einzigen Formular heraus – genau die gleichen Bausteine, nur woanders zusammengesteckt. Wie sich solche Abläufe technisch verketten lassen, beschreibt der Guide zur KI-Automatisierung.
Einordnung: Aufwand und Grenzen des Verfahrens
So, ganz wichtig: Der Workflow ersetzt kein bestehendes Online-Marketing, er setzt nur obendrauf. Kein Besucher auf der Webseite, keine Formular-Eintragung – so einfach ist das. Der Aufwand steckt einmalig im Aufbau, Formular anlegen, Prompt austesten, die einzelnen Automatisierungsschritte miteinander verbinden, und danach läuft der Prozess laut Glöckner von ganz allein weiter. Am Rande, neben dem eigentlichen Vortrag, erwähnt er noch sein Coaching-Programm "KI Masterplan KIM", da vermittelt er den Aufbau solcher Automatisierungen Schritt für Schritt.
Check: Wer selbst lernen will, wie sich Formulare, KI und E-Mail-Marketing zu einem automatisierten System verbinden lassen, findet in der KI-Weiterbildung der OGcon den praktischen Einstieg.

Häufige Fragen
Wie funktioniert Kundengewinnung mit KI über die eigene Webseite?+
Ein kurzes Formular auf der Webseite fragt wenige Angaben ab. Eine Automatisierungssoftware wie Zapier leitet diese Antworten automatisch an eine KI weiter, die daraus einen individuellen Plan als PDF erstellt. Nach einem Double-Opt-in wird der Plan automatisch per E-Mail zugestellt – die Webseite sammelt so laufend Kontakte, ohne dass jemand manuell eingreifen muss.
Welche Tools braucht man für einen automatisierten, KI-generierten Lead-Magneten?+
Sebastian Glöckner nutzt dafür drei Bausteine: ein Formular (bei ihm ein Google-Formular), die Automatisierungssoftware Zapier zum Verknüpfen der Schritte und die OpenAI-Schnittstelle hinter ChatGPT zur Text-Generierung. Für den Versand und den gesetzlich vorgeschriebenen Double-Opt-in setzt er das E-Mail-Marketing-System Quentn ein.
Warum funktionieren individuelle Lead-Magnete besser als klassische PDFs?+
Weil sie sich auf die konkrete Situation des Nutzers beziehen, statt eine Vorlage zu sein. In Glöckners Beispiel stieg die Eintragungsquote von null bei einem klassischen Kontaktformular auf 44 Prozent bei der personalisierten, KI-generierten Variante.
Ist der Versand eines automatisch generierten Plans per E-Mail DSGVO-konform?+
Der beschriebene Workflow läuft über ein Double-Opt-in-Verfahren: Der individuelle Plan wird erst zugestellt, nachdem die E-Mail-Adresse per Bestätigungslink verifiziert wurde. Das Double-Opt-in ist ohnehin gesetzlich vorgeschrieben und unabhängig davon, ob der Inhalt danach individuell oder standardisiert ist.
Lässt sich das Prinzip auch außerhalb von Ernährungsplänen einsetzen?+
Ja. Glöckner nennt als weitere Beispiele individuelle Finanzpläne, Buchempfehlungen, Sprachlernpfade, Trainingspläne für eine Kampfsportschule sowie automatisch generierte, SEO-optimierte Blogbeiträge aus einem einzigen Formular – das zugrunde liegende Automatisierungsprinzip bleibt jeweils gleich.
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