Custom GPT erstellen: Dein KI-Assistent für Content
Du willst einen Custom GPT erstellen, und dann merkst du schnell: Das ist im Grunde nur "Explore GPTs" → "Create", Name und Aufgabe rein, ein paar wirklich gute Beispieltexte hinterher – und plötzlich antwortet ChatGPT nicht mehr allgemein, sondern sehr, sehr genau nach deinem eigenen Muster. Genau das ist der Punkt, an dem Maximilian Raabe und Niklas Vorland (AI Your Life) im Talk ansetzen: Standard-ChatGPT reicht irgendwann nicht mehr, und ein Custom GPT ist der logische nächste Schritt danach.

Warum ein Custom GPT mehr kann als Standard-ChatGPT
Ja, und das ist eigentlich der ganze Ärger mit normalem ChatGPT: Es ist nicht individuell genug, und jeder, der es für Text und Hooks nutzt, kennt dieses Gefühl, wenn die Antwort technisch okay ist – und trotzdem klingt sie nach niemandem. Genau da wird Maximilian Raabe im Talk sehr, sehr deutlich. Ein Custom GPT dagegen ist im Endeffekt ein ChatGPT, das auf genau eine Aufgabe trainiert wurde und die dann nahezu perfekt abliefert.
Auf jeden Fall einen Haken hat die Sache, und den nennen Raabe und Vorland gleich zu Beginn: Ohne ChatGPT Plus läuft hier gar nichts. Die kostenlose Version kann keine Custom GPTs bauen – das ist die Grundvoraussetzung, bevor überhaupt losgelegt werden kann.
Raabes Praxis-Beispiel aus dem Talk: Für virale Hooks gibt er ChatGPT zunächst sein bestehendes Skript oder Videothema und lässt sich zehn Vorschläge bauen. Die besten drei, vier davon wandern dann in einen Custom GPT, der genau mit diesen erfolgreichen Hooks gefüttert wurde – und liefert danach zuverlässig ähnlich gute Ergebnisse nach demselben Muster.
Custom GPT erstellen: Schritt für Schritt
Also, Niklas Vorland ordnet es im Talk in drei Ebenen ein: erstens ein Spezial-Bot, der die Perspektive des eigenen Kunden repräsentiert, zweitens sehr spezifische Anwendungsfälle wie ein Newsletter, drittens Feedback zu einem ganzen Businessplan. Wer bei ChatGPT einsteigt, sollte sich das Thema Custom GPTs seiner Einschätzung nach unbedingt anschauen, weil es ein echter Gamechanger ist. Der Aufbau dahinter bleibt bei aller Vielfalt der Einsatzfelder immer derselbe.
- 1ChatGPT Plus voraussetzen: Ein bezahlter ChatGPT-Account ist zwingend nötig – die kostenlose Version bietet keine Custom-GPT-Funktion.
- 2Aufgabe klar eingrenzen: Eine einzige, wiederkehrende Aufgabe definieren statt eines Allrounder-Bots – Hooks schreiben, Kundenpersona simulieren, Businessplan-Feedback geben.
- 3Beispielmaterial einfüttern: Bereits erfolgreiche Texte, Hooks oder Kundendaten als Trainingsgrundlage hochladen, damit der Bot das gewünschte Muster erkennt.
- 4Instruktionen präzisieren: Genau festlegen, in welchem Ton, welcher Länge und Struktur der Custom GPT antworten soll.
- 5Testen und nachschärfen: Ergebnisse gegenprüfen, die besten Outputs erneut als Beispiele nachreichen und den Bot so laufend verfeinern.

Drei Einsatzfelder aus der Praxis
Spannend wird es erst bei den konkreten Anwendungsfällen. Keine Spielerei, sagen Raabe und Vorland dazu im Talk – sondern ganz konkrete, wiederkehrende Aufgaben im eigenen Business.
- Viral-Hooks-Bot: Gefüllt mit bereits erfolgreichen Hooks aus dem eigenen Content – liefert auf Knopfdruck neue Varianten nach demselben Muster.
- Kundenpersona-Bot: Repräsentiert die Perspektive der eigenen Zielgruppe, mit der sich Ideen challengen und weiterentwickeln lassen, bevor sie live gehen.
- Spezialaufgaben-Bot: Für einzelne, klar umrissene Aufgaben wie Newsletter-Texte, Businessplan-Feedback oder das Gegenchecken von Pitch-Decks.

Niklas Vorland ergänzt an dieser Stelle die strategische Einordnung, und zwar in zwei Schritten: Erstens sind Systeme wie ChatGPT aktuell vor allem darin gut, Informationen und Inhalte bereitzustellen – Text, zunehmend auch Bild und Video. Zweitens, und das ist aus seiner Sicht der eigentlich nächste Schritt, kommen Systeme, die wie Custom GPTs ganze Prozesse ausführen: Klickabläufe im Web, Reisekostenabrechnungen, Buchungen. Wer heute schon lernt, einen Custom GPT sauber für eine Aufgabe zu bauen, übt damit im Kleinen bereits die Denkweise, die für diese nächste Stufe – KI-Agenten – gebraucht wird.
Von Custom GPT zu KI-Automatisierung: die nächste Stufe
Ein Custom GPT nimmt viel Handarbeit ab, und trotzdem bleibt am Ende immer noch Handarbeit übrig – und genau da setzt Raabe im Talk mit einem simplen Beispiel an: Für einen Blogartikel geht man normalerweise erst auf ChatGPT, merkt, der Standard-Output passt nicht, wechselt zu einem passenden Custom GPT und bekommt einen individuellen Text, und trotzdem muss der danach noch manuell eingefügt, formatiert und veröffentlicht werden. Sehr, sehr viel effizienter wird es erst auf der dritten Stufe, die er beschreibt: KI-Automatisierung. Statt selbst zu prompten, reicht dort im Idealfall ein Thema hin, und der komplette Ablauf inklusive SEO-Optimierung und Veröffentlichung läuft automatisiert durch.
Wer heute mit einem Custom GPT für Hooks oder Kundenpersonas startet, baut sich also nicht nur ein einzelnes Tool, sondern eine Grundlage: Dieselbe Logik – Aufgabe eingrenzen, mit gutem Beispielmaterial füttern, testen, nachschärfen – trägt später auch bei komplexeren automatisierten Workflows rund um KI-Automatisierung.

Häufige Fragen
Wie erstelle ich einen Custom GPT?+
Mit einem ChatGPT-Plus-Account über die Funktion "Explore GPTs" → "Create": Namen und Aufgabe festlegen, Beispielmaterial (etwa bereits erfolgreiche Texte) hochladen, Instruktionen zu Ton und Struktur ergänzen und das Ergebnis anschließend testen und nachschärfen.
Was ist ein Custom GPT und wie unterscheidet er sich von ChatGPT?+
Ein Custom GPT ist eine individuell trainierte Version von ChatGPT, die auf eine einzige, klar umrissene Aufgabe spezialisiert ist – etwa virale Hooks schreiben oder eine Kundenpersona simulieren. Anders als Standard-ChatGPT liefert er dadurch konsistent Ergebnisse im gewünschten Stil statt allgemeiner Antworten.
Brauche ich ChatGPT Plus, um einen Custom GPT zu erstellen?+
Ja. Die Funktion steht ausschließlich in der bezahlten Version von ChatGPT zur Verfügung, nicht in der kostenlosen.
Wofür eignen sich Custom GPTs im Business?+
Typische Einsatzfelder sind ein Bot für virale Content-Hooks, ein Bot, der die Perspektive der eigenen Kundenzielgruppe repräsentiert, um Ideen zu challengen, sowie Spezialaufgaben wie Newsletter-Texte oder Businessplan-Feedback.
Was kommt nach Custom GPTs?+
Laut dem Talk von Maximilian Raabe und Niklas Vorland ist der nächste Schritt die KI-Automatisierung beziehungsweise KI-Agenten: Statt einzelne Prompts manuell auszuführen, laufen dabei ganze Abläufe – etwa vom Thema bis zum veröffentlichten, SEO-optimierten Blogartikel – automatisiert durch.
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