OGcon
Ratgeber
24. Juni 2024

Content erstellen mit KI: Vom Thema zur perfekten Hook

Also, meine Lieben, Habermehl macht das im Workshop quick and dirty vor, und genau deshalb dürft ihr es hinterher gerne etwas ausführlicher nachmachen: erst die eigene Nische fünf Stufen tief spezialisieren, und dann, Prompt für Prompt, am virtuellen Konferenztisch Avatar, Schmerzpunkte, Freebie, E-Mails und am Ende den fertigen Video-Hook erarbeiten – wobei jeder Schritt wieder auf dem vorherigen aufbaut, jeder Charakter das mitnimmt, was der vorherige schon rausgearbeitet hat. Voila, so einfach ist das im Kern, auch wenn's beim ersten Mal live natürlich länger dauert, als es sich hier liest.

Content erstellen mit KI – Markus Habermehl zeigt live den Weg vom Thema zur fertigen Hook

Warum die Nische der erste Schritt ist – nicht der Content

Bevor überhaupt eine Zeile Content entsteht, und bevor überhaupt ein Prompt geschrieben wird, macht Habermehl im Workshop erst mal eine Ansage – und die wiederholt er gleich zweimal fast wortgleich, weil sie ihm so wichtig ist: "Wenn du versuchst, mit jedem zu reden, wird dir niemand zuhören." Okay? Die meisten, das ist seine Erfahrung aus zehn Jahren Coaching-Praxis, bleiben in ihrer Nische viel zu flach, weil sie hoffen, so mehr Leute anzusprechen, und dabei ist es genau andersherum. Seine Regel dagegen: mindestens fünf Stufen tief in die Nische rein.

Punkt eins, damit's greifbar wird: das Beispiel Hundetrainer. Von "Hunde" über "Arbeitshunde" und "Hütehunde" bis runter zu "Border Collie" – und auf einmal ist da ein Kanal, der wirklich nur eine Sache bedient, aber die richtig gut. Punkt zwei: Wer ganz spitz ist, wird später mühelos wieder breiter, das geht quasi von allein. Der umgekehrte Weg dagegen, von breit auf spitz, ist nach seiner Erfahrung der Wahnsinn in Tüten.

Und live, direkt am Rechner, demonstriert er genau das an einem Metallbaumeister mit eigener Schlosserwerkstatt: Metallbau, dann Sicherheitslösungen, dann Edelstahlkonstruktionen für den maritimen Sektor mit Korrosionsschutz für Jachten und Segelboote. Wie krass ist das denn – und genau mit dieser Spezialisierung zieht er den kompletten restlichen Prozess durch. Wie sich eine passende Nische überhaupt aus dem eigenen Themenfeld ableiten lässt, ordnet der Überblick zu KI im Marketing breiter ein.

Der Avatar entsteht am virtuellen Konferenztisch

Sobald die Nische steht, holt Habermehl einen neuen Prompt-Charakter dazu, und zwar einen Digital Marketer, spezialisiert auf Nutzerverhalten und Zielgruppenforschung – Platz nehmen, bitteschön, am virtuellen Konferenztisch, an dem im Lauf des Prozesses immer mehr Spezialisten sitzen werden. Und der Trick dabei, den laut Habermehl kaum jemand kennt: die KI eben nicht sofort einen Avatar ausspucken lassen, sondern sie erst mal explizit bitten, vorab Fragen zu stellen, über Dienstleistungen, bisherige Kunden, Budget, bevorzugte Kanäle, Ziele und Herausforderungen – Okay?

Diese Fragen beantwortet er im Workshop live und quick and dirty in einem Google Doc, klatscht die Antworten zurück in den Chat – und bekommt, voila, einen fix und fertig ausformulierten Kundenavatar mit Namen, Alter, Werten und sogar ersten Marketingansätzen. Wie krass ist das denn, kommentiert er selbst, noch sichtlich überrascht von seinem eigenen Prozess. Wichtig ist ihm dabei aber ein Hinweis: Ein Unternehmen braucht durchaus mehrere Avatare, sobald es mehrere Zielgruppen bedient, denn ein junger Bootsbesitzer tickt nun mal anders als ein Jachtclub-Manager Ende vierzig.

Meine Lieben, das ist Arbeit, für die man in einer Werbeagentur normalerweise zwei bis drei Wochen wartet – und zwischen 5.000 und 20.000 Euro zahlt. So ordnet Habermehl selbst diesen einen Schritt ein.

Fünf Stufen tief in die Nische – vom Metallbaumeister zum Spezialisten für maritime Edelstahlkonstruktionen

Schmerzpunkte, Freebie und E-Mail-Sequenz im PAS-Stil

Mit dem Avatar jetzt im Kontext holt Habermehl den nächsten Charakter an den Tisch, einen Experten für Schmerzpunkt-Analyse, und der baut ihm eine Tabelle mit 30 möglichen Pain Points des Avatars, gleich als herunterladbare Excel-Datei. Und warum das der eigentliche Hebel im Marketing ist, sagt er auch ganz offen: Über Schmerz verkauft es sich deutlich besser als über Belohnung.

  1. 1Freebie & Landingpage-Text: Ein Experte für Leadgenerierung erstellt aus den Schmerzpunkten einen Leitfaden von rund 1.000 Wörtern plus den passenden Landingpage-Text – aufgebaut nach dem PAS-Framework: Problem, Agitation, Solution.
  2. 2Im Stil eines Vorbilds schreiben lassen: Habermehl lässt explizit "im Stil von Frank Kern" texten – einem der umsatzstärksten E-Mail-Marketer der Welt – um einen bestimmten, angenehmen Schreibstil zu treffen.
  3. 3Sechsteilige E-Mail-Sequenz: Ein Werbetexter-Prompt erstellt daraus eine Willkommens-Mail plus fünf weitere Mails mit Mehrwert, die Vertrauen aufbauen, bevor überhaupt ein Angebot kommt – nach seiner Sieben-Kontakte-Regel.

Und dann kommt der eigentliche Kniff, und der ist der Wahnsinn: Habermehl lässt den Avatar selbst die Texte lesen und kritisieren. Jetzt drücken wir hier drauf und sagen der KI: "Ich möchte, dass du jetzt wieder der Kundenavatar bist, den Landingpage-Text und den Leadmagneten kritisierst und mir Einwände und Verbesserungsvorschläge unterbreitest." Okay? Und erst danach schlüpft die KI zurück in die Werbetexter-Rolle und überarbeitet den Text mit genau dieser Kritik im Gepäck. Sein Vergleich dazu: Das ist die Arbeit, für die eine Agentur normalerweise vier bis acht Wochen braucht, klassisch als Split-Test.

Vom Redaktionsplan zum fertigen Video-Hook

Für den eigentlichen Content-Output lässt Habermehl auf Basis der Schmerzpunktliste erst einen Sendeplan mit 30 Kurzvideo-Titeln erstellen, wieder nach dem PAS-Framework und wieder als Tabelle, und danach folgt der Prompt, auf den eigentlich alles hingearbeitet hat: das Video-Skript selbst, mit fester Struktur – Hook im ersten Satz, kurze Vorstellung samt Credibility, ein "What's in it for me", eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, typische Fehler und ein Teaser am Ende, alles im Stil von Frank Kern.

Und auch hier läuft wieder die gleiche Prompt-Kette wie schon beim Freebie: erst schreiben, dann den Avatar kritisieren lassen, dann als Werbetexter die Kritik einarbeiten, bis am Ende die reine wörtliche Rede als Teleprompter-Vorlage dasteht. Sein Fazit an dieser Stelle, ganz unverkennbar in seinem eigenen Duktus: "Das ist der Wahnsinn in Tüten." Wer diesen Schritt in den größeren Marketing-Funnel einordnen will, findet die Anschlussstücke im Leitfaden zu Prozesse automatisieren mit KI.

Für die technische Umsetzung zeigt er live eine Handy-App namens Teleprompter for Video: Skript aus Google Drive laden, Aufnahme starten – und schon folgt das Sprach-Scrolling automatisch dem eigenen Sprechtempo, danach Untertitel per Klick dazu, fertig, direkt als TikTok- oder YouTube-Short hochladen. Voila. Seinen Grundsatz zur Regelmäßigkeit betont er dabei gleich mehrfach: "Du musst nicht gut sein, um anzufangen, du musst nur anfangen, um gut zu werden." Und, ganz wichtig: Marathon, kein Sprint. Mindestens zwei bis drei Videos die Woche, über mehrere Wochen konsequent durchgezogen. Okay?

Der virtuelle Konferenztisch – mehrere KI-Rollen als Expertenrunde für Avatar, Werbetext und Kundenkritik

Häufige Fragen

Wie erstellt man Content mit KI nach Markus Habermehls Methode?+

In einer Prompt-Kette: erst die eigene Nische fünf Stufen tief spezialisieren, dann per KI-Rollen einen Kundenavatar, dessen Schmerzpunkte, ein Freebie mit Landingpage-Text, eine E-Mail-Sequenz und zuletzt Video-Skripte mit Hook erarbeiten – jeder Schritt nutzt den vorherigen als Kontext.

Warum soll man bei der Nische fünf Stufen tief gehen?+

Weil eine sehr spitze Nische leichter anzusprechen ist als ein breites Thema. Habermehls Regel: Wer versucht, mit jedem zu reden, dem hört niemand zu. Aus einer spitzen Position lässt sich später leicht erweitern – der umgekehrte Weg ist deutlich schwerer.

Was ist das PAS-Framework, das Habermehl für Content nutzt?+

PAS steht für Problem, Agitation, Solution: erst das Problem des Kunden benennen, es kurz zuspitzen, dann die Lösung anbieten. Habermehl nutzt es für Freebies, Landingpages und Video-Skripte, im Schreibstil angelehnt an den E-Mail-Marketer Frank Kern.

Wie kommt man von der KI-Rohfassung zum fertigen Video-Hook?+

Über eine Kritik-Schleife: Die KI schlüpft nach dem ersten Entwurf in die Rolle des zuvor erstellten Kundenavatars, äußert Einwände und Verbesserungsvorschläge, und überarbeitet den Text danach als Werbetexter erneut – bis eine wörtliche Rede für den Teleprompter steht.

Welches Tool nutzt Habermehl, um KI-Skripte aufzunehmen?+

Die Handy-App "Teleprompter for Video". Sie lädt das Skript direkt aus Google Drive, scrollt sprachgesteuert im eigenen Sprechtempo mit und fügt nach der Aufnahme automatisch passende Untertitel hinzu.

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